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Sebastian Weigle
Dirigent
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Der 1961 in Berlin geborene Sebastian Weigle ist seit der Spielzeit
2008/09 Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt und künstlerischer
Leiter des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Seither leitete
er über 30 Museumskonzerte, darunter umjubelte Aufführungen
von Brahms' Deutschem Requiem, der Carmina burana
von Carl Orff, von Franz Schmidts Buch mit sieben Siegeln
und Haydns Schöpfung, sowie sinfonischer Hauptwerke
von Beethoven, Tschaikowsky und Richard Strauss. An der Oper dirigierte
er seither die gefeierten Premieren von Reimanns Lear, Strauss
Arabella und Daphne, Korngolds Die tote Stadt,
Wagners Rheingold, Walküre und Die Feen,
der Fledermaus von Johann Strauß sowie die Wiederaufnahmen
von Parsifal, Tristan und Isolde, Die Frau ohne
Schatten und Fidelio.
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Foto: Monika Rittershaus
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Schon in jungen Jahren erhielt Weigle ersten Musikunterricht von seinem
Vater, setzte seine musikalische Ausbildung während der Schulzeit
fort und begann 1977 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler
in Berlin gleichzeitig die Fächer Horn, Klavier und Dirigieren zu
studieren. Danach wurde er 1982 zum 1. Solohornisten der Staatskapelle
Berlin ernannt. 1987 gründete Weigle den Kammerchor Berlin, war künstlerischer
Leiter des Neuen Berliner Kammerorchesters und wurde 1993 Chefdirigent
der Jungen Philharmonie Brandenburg (Landesjugendsinfonieorchester). Als
Erster Staatskapellmeister an der Berliner Staatsoper von 1997 bis 2002
erarbeitete er sich ein weit gefächertes Repertoire und kehrte später
regelmäßig als Gastdirigent an dieses Haus zurück. Von
2004 bis 2009 war Weigle künstlerischer Leiter des Gran Teatre del
Liceu in Barcelona, wo er u.a. die Neuproduktionen von Strauss Elektra,
Brittens Death in Venice und Bergs Wozzeck, die Premieren
von Mussorgskis Boris Godunow und Wagners Parsifal leitete
und auch Konzerte dirigierte. 2006 gab er mit Fidelio sein erfolgreiches
Debüt an der Staatsoper Wien, und im Sommer 2007 folgte sein Debüt
bei den Bayreuther Festspielen, wo er die Neuproduktion der Meistersinger
von Nürnberg übernahm, die er seither alljährlich dort
dirigiert. Darüber hinaus feierte er Erfolge u.a. an der Deutschen
Oper Berlin, der Semperoper Dresden, am Nationaltheater Mannheim, an der
Volksoper Wien, der Metropolitan Opera New York und an den Opernhäusern
von Cincinnati und Sydney sowie in Granada und Japan.
Sebastian Weigle erhält regelmäßig Einladungen von renommierten
Orchestern, darunter das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Münchner
Rundfunkorchester, die Bamberger Symphoniker, die Staatskapellen Berlin
und Dresden, das Berliner Konzerthausorchester, das Deutsche Symphonie-Orchester
Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und die Hamburger Symphoniker.
Im Ausland musizierte er mit dem Radio Symphonieorchester Wien, dem Tonkünstler-Orchester
Niederösterreich, dem Aalborg Symphony Orchestra, dem Bergen Philharmonic
Orchestra, dem Helsingborg Symphony Orchestra, dem Swedish Chamber Orchestra,
dem Trondheim Symphony Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem
Chicago Grand Park Festival Orchestra, dem Melbourne Symphony Orchestra
sowie dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem Tokyo Philharmonic Orchestra.
Zukünftige Pläne neben seinen umfangreichen Verpflichtungen
in Frankfurt führen Weigle u.a. nach Berlin, Dresden, Hamburg, Stuttgart,
Wien, Barcelona und Japan.
Zahlreiche CD-Einspielungen des Künstlers mit Werken u.a. von Beethoven,
Mozart und Rott liegen vor. Zudem erarbeitet er regelmäßig
CD-Produktionen mit bekannten Persönlichkeiten wie Anna Netrebko,
René Pape, Miah Persson, Thomas Quasthoff oder Martin Stadtfeld.
Unter seiner musikalischen Leitung erscheint bis 2012 die Frankfurter
Ring-Produktion (Regie: Vera Nemirova) bei Oehms-Classic auf
CD. Mit dem Opern- und Museumsorchester produziert Weigle z.Zt. eine Gesamteinspielung
der Sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss, die ab 2013 sukzessive
erscheinen soll.
Sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt gab Sebastian Weigle in der
Spielzeit 2002/03 mit der Wiederaufnahme von Strauss Salome,
gefolgt von einer Neuproduktion der Frau ohne Schatten. Für
diesen außergewöhnlichen Erfolg wurde er 2003 von den Kritikern
des Fachmagazins Opernwelt zum Dirigenten des Jahres
gekürt und kehrte für die Wiederaufnahme des Werkes im Januar
2005 nach Frankfurt zurück. Danach übernahm er hier in der Spielzeit
2005/06 die musikalische Leitung von Tschaikowskys Pique Dame.
Die Ehrung zum Dirigenten des Jahres wurde ihm auch schon
dreimal in Barcelona zuteil: 2005 für seine Einstudierung des Parsifal,
2006 für Korngolds Die tote Stadt (auch beste Produktion
des Jahres) und im Jahr 2010 für sein Dirigat von Tristan
und Isolde.
Juni 2011
Offizielle
Webseite von Sebastian Weigle
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