4. Kammerkonzert

Do 15 Februar20 Uhr

Lars Vogt

Klavier

Sharon Kam

Klarinette

Antje Weithaas

Violine

Tanja Tetzlaff

Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Divertimento für Violine, Violoncello und Klavier B-Dur
KV 254

Johannes Brahms (1833-1897)
Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-Moll op. 114

Olivier Messiaen (1908-1992)
Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier Quatuor pour la fin du temps

Termin

Donnerstag 15. Februar 2018 - 20 UhrTickets bestellen
Alte Oper Frankfurt, Mozart Saal


Ende der Zeit

„Die vier Interpreten spielten auf kaputten Instrumenten: Das Violoncello von Etienne Pasquier hatte nur drei Saiten und die Tasten meines Pianinos blieben stecken…“ erinnerte sich Olivier Messiaen an den 15. Januar 1941. An diesem Tag wurde von vier Kriegsgefangenen, unter ihnen der Komponist, vor Tausenden Leidensgenossen in einem Lager bei Görlitz das „Quartett für das Ende der Zeit“ uraufgeführt. Mit dem Titel bezog sich Messiaen nicht auf die Nöte seiner aktuellen Situation, sondern auf eine biblische Vision aus der „Offenbarung“. Die ungewöhnliche Besetzung des achtsätzigen Stücks richtete sich nach den im Lager vorhandenen Instrumenten und Spielern. Dem Klarinettisten Richard Mühlfeld schrieb, genau fünfzig Jahre vorher, Johannes Brahms sein a-Moll-Trio auf den Leib. Und Mozart („Ein Leben ohne Mozart ist ein Irrtum“, sagt Lars Vogt) dachte bei seinem Trio an die Fertigkeiten seiner klavierspielenden Schwester Maria Anna. An diesem Abend weht ein Hauch von Heimbach durch den Mozart Saal: Lars Vogt, der Pianist und MuseumsSolist dieser Spielzeit, hat – wie bei seinem Kammermusikfestival – einige Musikerfreunde eingeladen.