1. Kammerkonzert

Do 18 Oktober20 Uhr

Martin Stadtfeld

Klavier

Szymanowski Quartett

Agata Szymczewska

Violine

Robert Kowalski

Violine

Vladimir Mykytka

Viola

Monika Leskovar

Violoncello

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Chaconne aus der Violinpartita d-Moll
BWV 1004
(arrangiert für Klavier solo von
M. Stadtfeld)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Streichquartett f-Moll op. 80

Johannes Brahms (1833-1897)
Klavierquintett f-Moll op. 34

Bekenntnisse und Füllhörner

Zu den vielen Rätseln, die Johann Sebastian Bach der Nachwelt aufgab, gehört die Chaconne aus der d-Moll-Partita für Violine solo. Sie ist ungewöhnlich lang und steht an einem ungewöhnlichen Ort. Ein Klagegesang? Ein persönliches Vermächtnis? Johannes Brahms schenkte Clara Schumann eine Bearbeitung dieses singulären Werks für die linke Pianistenhand. Martin Stadtfeld, dessen Karriere mit dem Gewinn des Leipziger Bachpreises begann, stellt sie nun in einer eigenen Version vor. In Johannes Brahms’ Klavierquintett op. 34 spielt er zusammen mit dem Szymanowski Quartett; Clara Schumann bewunderte „diese Menge der schönsten Gedanken“, die man mit einem Füllhorn über ein ganzes Orchester ausstreuen müsste. Das 1995 gegründete Quartett allein präsentiert sich mit Felix Mendelssohns letztem Streichquartett, ein „spätes, radikales Bekenntnis“, wie der Dirigent Peter Gülke unlängst befand – Bekenntnis zur Tradition oder zur Zukunft?