1. Kammerkonzert

Do 28 September20 Uhr

Hagen Quartett

Lukas Hagen Violine
Rainer Schmidt Violine
Veronika Hagen Viola
Clemens Hagen Violoncello

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Vier Kontrapunkte aus Die Kunst der Fuge

Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975)
Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110

Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett d-Moll D 810
Der Tod und das Mädchen

Sollst sanft in meinen Armen schlafen

„Ich dachte daran, dass nach meinem Tod wohl niemand ein Werk zu meinem Gedächtnis komponieren würde“, befürchtete Dmitrij Schostakowitsch. Deshalb beschloss er, selbst eines zu schreiben – unter dem niederschmetternden Eindruck, den das kriegszerstörte Dresden bei einem Besuch 1960 auf ihn machte. Hier komponierte Schostakowitsch sein 8. Streichquartett op. 110, das den „Opfern des Faschismus und des Krieges“ gewidmet ist. Mit seiner Kunst der Fuge schuf Bach in zehnjähriger Arbeit einen unerhörten Zyklus von schier unerschöpflicher Kunstfertigkeit. Wie sein Sohn Carl Philipp Emanuel berichtet, hat Bachs Tod die Vollendung des Zyklus verhindert. Mit Verzweiflung und Gedanken an den Tod schrieb Schubert vor 1826 sein berühmtes Quartett D 810. Den zweiten Satz seines Quartetts entwickelte er aus seinem Lied „Der Tod und das Mädchen“.