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Ludwig HampeViola

Ludwig Hampe wuchs in einer Münchner Musikerfamilie auf. Nach Studien der Kunstgeschichte und Archäologie hatte er das Glück, ab 1980 in Freiburg bei Ulrich Koch Bratsche studieren zu können. Weitere musikalische Impulse erhielt er von dem Geiger Rainer Kussmaul und dem Amadeus-Quartett. Seit 1985 ist er Vorspieler der Bratschen im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Bei Opernvorstellungen wurden für ihn der Ring unter Michael Gielen, Mozarts Opern mit Sylvain Cambreling, Verdi unter Paolo Carignani, Strauss mit Sebastian Weigle und die Dirigate von Carlo Franci, Kirill Petrenko und Constantinos Carydis zu unvergesslichen Highlights. Das Instrument Viola d’amore bedeutet für Ludwig Hampe mehr als ein Hobby: Mit ihr gastierte er bei den Salzburger Festspielen, dem Rheingau- und Herrenchiemsee-Festival und mit der Barockbratsche im Freiburger Barockorchester, Mainzer Bachorchester und im Horus Ensemble. Stets liebte er es, mit der Bratsche als Gast großer Reiseorchester auf Tournee zu gehen. 12 Jahre war Ludwig Hampe Orchestervorstand im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Und als langjähriger künstlerischer Leiter der Konzertreihe Engelthaler SommerSerenade sammelte er Erfahrungen, die ihm heute als Vorstandsvorsitzendem der Viola-Stiftung Walter Witte zugutekommen.

Persönliches

Mein Leben jenseits von Bühne und Graben
Italien lockt, sooft ein orchesterfreier Zeitraum naht. In der Ruhe des ligurischen Hinterlandes, zwischen Meer und Alpen, genieße ich wandernd und Rad fahrend die Natur, sammle auf Bergrücken Thymian, Safranblüten und wilden Spargel. Und im November ist Verkostung des selbstgemachten frischen Taggiasca-Olivenöls.

Ein prägendes musikalisches Erlebnis
Als 2009 die Oper Palestrina von Pfitzner auf dem Spielplan stand, hatte im Vorfeld eigentlich niemand im Orchester Lust auf diesen „dicken überladenen Schinken“. Doch dann sagte in der ersten Probe Kirill Petrenko, der Dirigent der Produktion, mit vor Begeisterung funkelnden Augen: „Meine Damen und Herren, ich hatte im letzten Jahr das große Glück, diese wundervolle Partitur näher kennen lernen zu dürfen. Sie zählt für mich im Augenblick zum Wertvollsten in der Musik. Wenn es mir nun gelingen sollte, Ihnen in den nächsten Wochen ein ganz klein wenig von diesem Zauber zu vermitteln, wäre das für mich die allergrößte Freude.“ Der Funke sprang über, wir erlebten eine ungeahnte orchestrale Transparenz des Klanges, jähe Farbwechsel innerhalb eines Taktes vom wärmenden Weinrot zu stechendem Schwefelgelb, unvergessliche Aufführungen und die Erkenntnis, wie vorsichtig man doch mit Vorurteilen umgehen sollte.

Meine Homepage
www.viola-stiftung.de
www.hindemithcompetition.org