Martin Stadtfeld, Klavier
Alexander Soddy, Dirigent
Edvard meets Edward
Einen Publikumsliebling aus Norwegen und zwei Werke aus seiner englischen Heimat hat der englische Dirigent Alexander Soddy auf den Programmzettel seines Museums-Debüts gesetzt. Mit einer Entdeckung eröffnet er das Konzert: einem Werk der englischen Komponistin und Pianistin Dorothy Gertrude Howell. Ihre 1919 erfolgreich uraufgeführte sinfonische Dichtung Lamia ist bis heute regelmäßig in den BBC Proms zu hören.
Zum Standardrepertoire auch auf dem Kontinent gehören einige Werke des Engländers Edward Elgar, auch wenn seine beiden Sinfonien eher selten aufgeführt werden. Dabei ist schon seine erste Sinfonie ein Meisterwerk der musikalischen Architektur. Ein Leitmotiv zieht sich durch das ganze Werk hindurch und steigert sich hin zu einem großen Höhepunkt am Schluss der Sinfonie. Die Uraufführung 1908 war ein großer Erfolg und für die Daily Mail „The Musical Event of the Year“.
Edvard Grieg war als 15-Jähriger nach Leipzig gekommen, um seinem Ideal Robert Schumann nachzueifern. Mit 25 Jahren schrieb er sein Klavierkonzert, das durchaus als Hommage an Schumann gelten kann, von der Tonart a-Moll über die Eröffnung des ersten Satzes und das von den Bläsern vorgestellte Hauptthema bis hin zu melodischen Details. Doch löst die Musik auch Assoziationen an die norwegische Natur aus, und ganz norwegisch wird es im letzten Satz, wenn das Klavier den Rhythmus des „Halling“-Tanzes anschlägt.