Aris Quartett – Beethoven-Zyklus 2
Beethoven-Zyklus mit Aris II
Mit gutem Grund wird Ludwig van Beethovens kompositorisches Schaffen allgemein in drei Phasen eingeteilt: Man spricht vom „frühen Beethoven“, dessen Werke noch stark unter dem Einfluss Haydns und Mozarts stehen; vom „mittleren Beethoven“, der den klassischen Formenkanon strukturell und harmonisch erweitert und in neue Dimensionen führt; und vom „späten Beethoven“, der die überlieferten Formen vollends sprengt und in völlig neue Klangwelten vorstößt, die nicht nur Beethovens Zeitgenossen überforderten, sondern bis heute höchste Ansprüche an den Hörer stellen. Das Aris Quartett konfrontiert in jedem Konzert seines Beethoven-Zyklus ein spätes Streichquartett mit einem frühen und einem mittleren.
Im zweiten Konzert des Zyklus sind es drei Quartette, die jeweils mit einem Motto oder einem Beinamen verbunden sind: op. 18 Nr. 6 mit der melancholischen Einleitung zum Finalsatz, überschrieben „La malinconia“; op. 59 Nr. 2, als zweites der drei „Rasumowsky-Quartette“, dem gleichnamigen russischen Gesandten am Wiener Hof gewidmet und diesen mit einem „Thème russe“ im Mittelteil des Scherzos ehrend; und schließlich das letzte der Beethoven-Quartette, dessen Finalsatz aus dem Kontrast zweier widerstreitender Motto-Themen hervorgeht, die als Frage und Antwort auftreten: „Muss es sein?“ – „Es muss sein!“
Die weiteren Zyklus-Termine:
10.06.27
23.09.27
04.11.27
09.12.27