Nombulelo Yende, Sopran
Zanda Švēde, Mezzosopran
Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Chöre
Thomas Guggeis, Dirigent
"Auferstehn, ja, auferstehn wirst Du!"
„Mit diesem Tag“, erinnerte sich der Dirigent Bruno Walter, „begann Gustav Mahlers Aufstieg als Komponist“. Gemeint ist der 13. Dezember 1895, als Gustav Mahler in Berlin die Uraufführung seiner zweiten Sinfonie dirigierte. Das in seiner endgültigen Fassung fünfsätzige Werk hat die alte Formel „Durch Finsternis zum Licht“ zum Thema.
Die Sinfonie beginnt mit der „Totenfeier“: Eigentlich als Fortsetzung der ersten Sinfonie („Titan“) gedacht, erklang dieser Satz erstmals 1894 bei der Trauerfeier für den verstorbenen Dirigenten Hans von Bülow. Beim selben Anlass sang ein Chor Klopstocks Choral „Die Auferstehung“: „Wie ein Blitz traf mich dies, und alles stand klar und deutlich vor meiner Seele“, bekannte Mahler später und schuf eine bekenntnishafte, existenzbejahende Musik, die alles bis dahin Gehörte übertraf: „Hör auf, zu beben! Bereite dich, zu leben!“