3. Kammerkonzert

Quatuor Ébène

Beethovenzyklus VI
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© Julien Mignot

Ein „russischer“ Beethoven zu guter Letzt

Im Zentrum des abschließenden Konzerts steht das „Quartetto serioso“ op. 95, ein biographisch angehauchtes, 1810 vollendetes Werk. Es wird eingerahmt von dem wohl ersten Streichquartett Beethovens überhaupt (op. 18 Nr. 3), das der Komponist, der in Wien gerade Fuß gefasst hatte, ebenfalls einem adligen Gönner, dem Fürsten Lobkowitz zueignete, und dem zweiten, dem Grafen Rasumowsky gewidmeten Quartett aus op. 59. Als Geste gegenüber dem Auftraggeber und Widmungsträger flocht Beethoven in das Trio des Scherzos die Melodie eines russischen Volksliedes ein. Modest Mussorgsky verarbeitete dieselbe Melodie später als Krönungshymne in seiner Oper „Boris Godunow“. Mit dieser weniger schicksalsträchtigen und eher folkloristischen Note klingt der große Zyklus aller Beethoven’schen Streichquartette mit dem Quatuor Ébène in den Kammerkonzerten aus.

Pierre Colombet

Violine

Gabriel Le Magadure

Violine

Marie Chilemme

Viola

Raphaël Merlin

Violoncello

Termin

Donnerstag 26.11.2020, 20:00 Uhr

Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sämtliche Streichquartette VI D-Dur op. 18 Nr. 3 f-Moll op. 95, „Quartetto serioso“ e-Moll op. 59 Nr. 2, „2. Rasumowsky-Quartett“