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Dimiter Ivanov1. Violine

Seit 2008 ist Dimiter Ivanov Erster Konzertmeister im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. 2005 bis 2008 hatte er diese Position im Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari auf Sardinien/Italien inne. Mit acht Jahren begann er das Geigenspiel und erhielt Unterricht von Georgi Tilev in Würzburg. Später studierte er bei Grigori Zhislin (Würzburg), Miriam Fried (Bloomington/USA) und Ulf Wallin (Berlin). Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie der Deutschen Stiftung Musikleben und ging bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben als Preisträger hervor. Solistisch trat er u.a. mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, dem Radio-Sinfonieorchester Krakau, dem Philharmonischen Orchester Würzburg, dem Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari, dem Sofia Philharmonic Orchestra und der Philharmonie Südwestfalen auf. Als Dozent für Violine unterrichtete er von 2010 bis 2014 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Dimiter Ivanov hat 2015 das Limes-Trio mitbegründet und tritt regelmäßig im Rahmen zahlreicher Musikfestivals auf.

Persönliches

Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe…
…ist die Vielseitigkeit des Repertoires an der Oper. Jeden Abend passiert dadurch Unvorhersehbares auf der Bühne oder im Orchester. Dies erfordert schnelle Reaktionsfähigkeit und Kreativität. Jederzeit muß dem Geschehen neue Sinnhaftigkeit verliehen werden. Das hält wach und hat etwas sehr Spielerisches.

Ein prägendes musikalisches Ereignis…
…war für mich zu Studienzeiten eine Aufführung der Zauberflöte von Mozart am Mainfrankentheater Würzburg. Ich durfte als Konzertmeister spielen, Diana Damrau sang die „Königin der Nacht“ und Christian Gerhaher den „Papageno“. Ich dachte: „Oper kann aber Spaß machen! Und das ist erst Würzburg!“ Rückblickend war es natürlich eine einmalige Sängerbesetzung gewesen mit den beiden, die in Würzburg gerade ihre ersten Karriereschritte machten. Nunmehr kann man sie an den besten Opernhäusern der Welt erleben.

Meine Inspirationsquellen…
…sind vor allem die großartigen Kompositionen selbst. Doch das Wunderbare am Musikerdasein ist, dass wirklich alles, was einem im Leben begegnet, seien es Kunst, Menschen, Natur, Literatur, sofort Eingang findet in das musikalische Ausdrucksrepertoire und sich so im Spiel manifestieren kann, wenn man seine Antennen dafür offenhält.