Daniel Ottensamer, Klarinette
Anna Rakitina, Dirigentin
Shakespeare in Love
Keine andere Liebesgeschichte hat so tiefe Spuren in unserer Kultur hinterlassen wie Shakespeares Romeo und Julia, die wohl größte Lovestory der Weltliteratur. Zahlreiche Opern und sinfonische Vertonungen zeugen von der Wirkmächtigkeit des Stoffes, auf die Musicalbühne hat Leonard Bernstein die Geschichte mit seiner West Side Story getragen, und fürs Kino wird sie immer wieder neu verfilmt. Sergej Prokofjew hat Romeo und Julia in einer großen Ballettmusik vertont, die er zu drei Orchestersuiten verarbeitete. In diesem Konzert ist eine große Suite zu hören, die die ukrainisch-russische Dirigentin Anna Rakitina aus der Ballettmusik und den drei Suiten von Prokofjew zusammengestellt hat.
Eine andere Liebesgeschichte flocht William Shakespeare in seinen Sommernachtstraum ein, diejenige des Elfenkönigs Oberon und seiner Frau Titania. Sie ist auch der Stoff der romantischen Oper Oberon von Carl Maria von Weber. Der geheimnisvolle Ruf des Zauberhorns, mit dem der Ritter Hüon den Elfenkönig Oberon herbeirufen kann, eröffnet die Ouvertüre der Oper, und der Klarinette ist die Melodie der großen Oberon-Arie „Von Jugend auf“ anvertraut. Allein schon diese Ouvertüre belegt Webers Meisterschaft in der Instrumentation, bei der er gerade den Bläsern ganz neue Farben abgewann.
Nicht nur in seinen Opern, sondern auch in der Instrumentalmusik war Weber besonders der Klarinette zugetan. Zwei Konzerte und ein Concertino widmete er diesem Instrument sowie Kammermusikwerke, darunter ein Klarinettenquintett. Daniel Ottensamer, der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, ist der Solist im ersten dieser Klarinettenkonzerte.