Sophia Jaffé Violine, Thomas Guggeis Dirigent
Neue Welten
Der Böhme Antonín Dvořák war es, der nach dreijährigem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten einen „amerikanisch“ inspirierten Stil erstmals auf die Programmzettel klassischer Konzerte brachte, mit seiner berühmten 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ ebenso wie dem gleichfalls in den U.S.A. komponierten „Amerikanischen“ Streichquartett, dem Es-Dur-Streichquintett oder dem „Te Deum“. Ein eigenes Repertoire bildeten amerikanische Komponisten erst im 20. Jahrhundert aus. Auch mit seinem Violinkonzert knüpft Samuel Barber noch an die europäische Spätromantik an, während Charles Ives mit seiner Technik der synchronen Überlagerung mehrerer eigenständiger Musikschichten in völlig neue Klangwelten vorstieß.