Viola

Friederike Gutsch

Friedrichs, Elisabeth

Die gebürtige Berlinerin stammt aus einer Musikerfamilie, ihre Mutter ist Geigerin, ihr Vater Cellist bei den Berliner Philharmonikern. Im Alter von fünf Jahren erhielt Elisabeth Friedrichs ihren ersten Geigenunterricht bei ihrer Tante. Sie begann mit dem Violinstudium, bevor sie zur Bratsche wechselte, die sie bei Esther van Stralen in Bremen und anschließend bei Diemut Poppen in Detmold studierte. Meisterkurse bei Wilfried Strehle, Hartmut Rohde, Menahem Pressler, Arnold Steinhardt u.v.m. rundeten ihre musikalische Ausbildung ab. Nach dem mit Bestnote bestandenen Diplom 2011 schloss sich ein zweijähriges Stipendium in der Orchesterakademie der Bamberger Symphoniker an. Außerdem trat sie als Gast mit namhaften Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra, dem Orchestra Mozart Bologna unter Claudio Abbado, den Berliner Philharmonikern und dem hr-Sinfonieorchester auf. Seit 2013 ist sie Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Persönliches Das lese ich gerne Kochbücher Meine Inspirationsquelle(n) Ein gutes Glas Wein, japanische und italienische Küche, Loriot und die Natur Eine prägende musikalische Begegnung... ...Aufwachsen mit den Berliner Philharmonikern und deren Konzerten

Voigt, Ariane

Ihren ersten Violinunterricht erhielt Ariane Voigt im Alter von sechs Jahren. In ihrer Kindheit besuchte sie mit ihrer Familie oft die Opernvorstellungen und Sinfoniekonzerte im Staatstheater Darmstadt. Ihre Lieblingsoper war damals Die Zauberflöte. Auch heute spielt sie mit großer Freude alle Opern von Mozart. Ab ihrem 12. Lebensjahr besuchte Ariane Voigt das Musikgymnasium und Internat Schloss Belvedere in Weimar. Ihre Studien absolvierte sie an der Kunstuniversität in Graz und der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Während ihres Studiums wechselte sie zur Bratsche wegen des warmen Klangs des Instruments. Erste Erfahrungen in einem professionellen Orchester sammelte sie bei den Wiener Symphonikern, bevor sie einen Zeitvertrag in der Staatskapelle der Staatsoper Berlin erhielt. Nach einer weiteren Zwischenstation im Gewandhausorchester Leipzig kehrte sie in ihre Geburtsstadt Frankfurt am Main zurück, wo sie als Mitglied im Frankfurter Opern- und Museumsorchester aufgenommen wurde. Sie schätzt die Spielfreude dieses Orchesters und das vielfältige Repertoire des Spielplans. Regelmäßige Kammermusikkonzerte runden ihr vielseitiges Interesse an der Musik und dem Musizieren ab.

Bienroth, Susanna

Susanna Bienroth wuchs in einer musikalischen Familie in Regensburg auf. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Violinunterricht. Fünf Jahre später wurde sie in die Bayerische Frühförderklasse aufgenommen und setzte dort ihre Ausbildung bei Prof. Conrad von der Goltz fort. Im Rahmen dieser Förderung, aber auch, weil im Familienensemble noch jemand fehlte, der den Bratschenpart übernehmen konnte, beschloss sie, sich intensiver der Viola (in der Klasse von Jewgeni Kerschner) zu widmen. Nach ihrem Studium an den Musikhochschulen in München bei Prof. Roland Metzger und in Frankfurt am Main bei Prof. Roland Glassl absolvierte sie in der Spielzeit 2007/08 ein Praktikum bei den Stuttgarter Philharmonikern. Im darauffolgenden Jahr erhielt sie ebenfalls eine Praktikantenstelle im Frankfurter Opern- und Museumsorchester, dessen festes Mitglied sie 2009 wurde. Persönliches Ich liebe meinen Beruf... ...weil ich mein Hobby zum Beruf machen durfte und damit vielen Menschen Freude bereiten kann und konnte. Das spiele ich gerne... ...v.a. Mozarts Opern: reinsetzen, zuhören, mitspielen, wohlfühlen. Und nicht nur zur Weihnachtszeit: Humperdincks Hänsel und Gretel. Mein Leben jenseits von Bühne und Graben... ...raus in die Natur, mit einem guten Buch aufs Sofa oder in die Küche zum Backen.

Tremuth, Ulla

Ulla Tremuth wurde 1975 in Offenbach am Main geboren. Sie erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren, mit elf Jahren wechselte sie zur Bratsche. Seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr war sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, bis sie 1994 das Studium „Künstlerische Ausbildung“ im Fach Viola bei Frau Prof. Tabea Zimmermann aufnahm, welches sie 1999 mit der Note „sehr gut“ abschloß. Es folgte ein Aufbaustudium „Konzertreife“ bei Prof. Hartmut Rohde in Bern. Ulla Tremuth ist seit 1999 festes Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Zahlreiche Aushilfstätigkeiten in namhaften Orchestern (Berliner Philharmoniker, Mahler Chamber Orchestra, Staatskapelle Dresden, Bamberger Symphoniker etc. ) erweiterten zusätzlich ihren musikalischen Horizont. Ein besonderes Anliegen ist Ulla Tremuth die Tutorentätigkeit im Rahmen der Paul-Hindemith-Orchesterakademie, welche sie in regelmäßigen Abständen ausübt.

Günther, Fred

Fred Günther wurde 1968 in Kiel geboren. Schon in seiner frühen Kindheit interessierte er sich für Musik und Kunst. Im Grundschulchor und im Kieler Knabenchor sammelte er seine ersten musikalischen Erfahrungen. Im Alter von zehn Jahren erhielt er seinen ersten Violinunterricht, mit 14 wechselte er zur Viola. Nach dem Abitur studierte er an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Bruno Giuranna und Wilfried Strehle. 1991 wurde er Stipendiat der Karajan-Stiftung in der Orchester-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters. Schon während des Studiums war Fred Günther bei Musica Antiqua Köln und anderen Ensembles für historische Aufführungspraxis tätig. Seit 1995 ist er Mitglied der Bratschengruppe im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Persönliches Ein prägendes musikalisches Erlebnis Mitwirkung in der Matthäus-Passion im Kieler Knabenchor. Ein prägendes musikalisches Werk Wozzeck Eine prägende musikalische Begegnung Carlo Franci

Bild, Mathias

Vogt, Jean-Marc

Jean-Marc Vogt, 1963 geboren, wuchs in einer Musiker- und Germanistenfamilie auf. Den ersten Violinunterricht erhielt er mit fünf Jahren bei seinem Vater und später bei Friedrich Riedel vom SWR Symphonieorchester Baden-Baden. Anlässlich eines Sommerkurses bei Prof. Ulrich Koch in Perugia wechselte Jean-Marc Vogt mit 16 Jahren zur Viola. Danach erhielt er Unterricht von Tomoko Shirao, einer Solobratscherin des SWR Symphonieorchesters Baden-Baden. Nach dem Abitur ermöglichte ihm ein Stipendium den Studienbeginn beim Lasalle Quartett und Prof. Dorothy Delay in Cincinnati, wo er auch Michael Gielen kennenlernte. 1984 setzte Jean-Marc Vogt sein Studium an der Musikhochschule Freiburg bei Prof. Ulrich Koch und zuletzt Prof. Kim Kashkashian fort. 1988 erhielt er einen Zeitvertrag an der Deutschen Oper Berlin und wurde 1991 Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Gastspiele mit führenden Orchestern und Dirigenten im In- und Ausland erweiterten sein Repertoire. Ehrenamtlich engagiert sich Jean-Marc Vogt für den musikalischen Nachwuchs und dessen zukünftige Berufsbedingungen, der Bayerischen Versorgungskammer, als Vorsitzender der DOV, Kuratoriumsmitglied der Deutschen Orchesterstiftung, Jurymitglied bei Wettbewerben, Präsidiumsmitglied im Landesmusikrat Hessen und vertritt Deutschland als Experte für Bühnenberufe bei der Europäischen Kommission. Sein neues Projekt umfasst die Unterstützung des Vereins orchester-des-wandels.

Lauer, Martin

1956 in Offenbach am Main geboren, studierte er nach dem Abitur an den Musikhochschulen in Frankfurt am Main und Trossingen, Violine bei K.A. Herrmann, Viola bei Hans Stegmüller und Serge Collot sowie Komposition bei Jürgen Weimer. 1985 bis 1986 war er Solobratscher bei den Hofer Symphonikern, 1986 bis 2000 Mitglied des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover und seit 2001 ist er Vorspieler der Violen im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Von 1983 bis 1993 war er Mitglied des Bachkollegiums Stuttgart und spielte von 1998 bis 2005 im Bayreuther Festspielorchester. Auftritte in kammermusikalischen Formationen mit dem Ensemble Tedesco, dem Ensemble Musica Viva und dem Trio 27´ sind für ihn von besonderer Bedeutung. Persönliches Ein Grund warum ich meinen Beruf liebe Die Musik ist mein wichtigster Begleiter. Ein großes Geschenk und Glück ist es für mich, in dem Orchester zu spielen, welches mich von Kindheit an fasziniert hat. Ein prägendes musikalisches Werk Als kleiner Junge mit einer Eintrittskarte für den „Hauptmann von Köpenick“ in der Tasche, verpasste ich aus Versehen den Eingang zum Schauspiel und landete im „Großen Haus“. Die freundliche Platzanweiserin schien dieses nicht bemerkt zu haben und geleitete mich an „meinen“ Platz… das Orchester stimmte ein… Der Vorhang hob sich und es begann… „Feuervogel“ von Igor Stravinsky! Der Hauptmann war vergessen. Diese Musik mit den damit verbundenen Gefühlen, der Energie und der Freude waren für mich ein elementar prägendes Schlüsselerlebnis. Meine Inspirationsquelle Die Natur

Hampe, Ludwig

Ludwig Hampe wuchs in einer Münchner Musikerfamilie auf. Nach Studien der Kunstgeschichte und Archäologie hatte er das Glück, ab 1980 in Freiburg bei Ulrich Koch Bratsche studieren zu können. Weitere musikalische Impulse erhielt er von dem Geiger Rainer Kussmaul und dem Amadeus-Quartett. Seit 1985 ist er Vorspieler der Bratschen im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Bei Opernvorstellungen wurden für ihn der Ring unter Michael Gielen, Mozarts Opern mit Sylvain Cambreling, Verdi unter Paolo Carignani, Strauss mit Sebastian Weigle und die Dirigate von Carlo Franci, Kirill Petrenko und Constantinos Carydis zu unvergesslichen Highlights. Das Instrument Viola d’amore bedeutet für Ludwig Hampe mehr als ein Hobby: Mit ihr gastierte er bei den Salzburger Festspielen, dem Rheingau- und Herrenchiemsee-Festival und mit der Barockbratsche im Freiburger Barockorchester, Mainzer Bachorchester und im Horus Ensemble. Stets liebte er es, mit der Bratsche als Gast großer Reiseorchester auf Tournee zu gehen. 12 Jahre war Ludwig Hampe Orchestervorstand im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Und als langjähriger künstlerischer Leiter der Konzertreihe Engelthaler SommerSerenade sammelte er Erfahrungen, die ihm heute als Vorstandsvorsitzendem der Viola-Stiftung Walter Witte zugutekommen. Persönliches Mein Leben jenseits von Bühne und Graben Italien lockt, sooft ein orchesterfreier Zeitraum naht. In der Ruhe des ligurischen Hinterlandes, zwischen Meer und Alpen, genieße ich wandernd und Rad fahrend die Natur, sammle auf Bergrücken Thymian, Safranblüten und wilden Spargel. Und im November ist Verkostung des selbstgemachten frischen Taggiasca-Olivenöls. Ein prägendes musikalisches Erlebnis Als 2009 die Oper Palestrina von Pfitzner auf dem Spielplan stand, hatte im Vorfeld eigentlich niemand im Orchester Lust auf diesen „dicken überladenen Schinken“. Doch dann sagte in der ersten Probe Kirill Petrenko, der Dirigent der Produktion, mit vor Begeisterung funkelnden Augen: „Meine Damen und Herren, ich hatte im letzten Jahr das große Glück, diese wundervolle Partitur näher kennen lernen zu dürfen. Sie zählt für mich im Augenblick zum Wertvollsten in der Musik. Wenn es mir nun gelingen sollte, Ihnen in den nächsten Wochen ein ganz klein wenig von diesem Zauber zu vermitteln, wäre das für mich die allergrößte Freude.“ Der Funke sprang über, wir erlebten eine ungeahnte orchestrale Transparenz des Klanges, jähe Farbwechsel innerhalb eines Taktes vom wärmenden Weinrot zu stechendem Schwefelgelb, unvergessliche Aufführungen und die Erkenntnis, wie vorsichtig man doch mit Vorurteilen umgehen sollte. Meine Homepage www.viola-stiftung.de www.hindemithcompetition.org