1. Violine

Brunner, Vladislav

1963 in Bratislava geboren, erhielt Vladislav Brunner mit acht Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Seine Ausbildung absolvierte er zunächst am Konservatorium in Bratislava und später an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt in der Violinklasse von Prof. Edith Peinemann. 1986 bis 1990 komplettierte Vladislav Brunner seine Studien bei Herman Krebbers in Amsterdam. Seit 1985 ist er Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Persönliches Ein prägendes musikalisches Erlebnis... ...war meine Mitwirkung im ECYO, unter Herbert von Karajan, 1980. Eine prägende musikalische Begegnung James Levine, unter dessen Leitung ich Wagners „Parsifal“ im Bayreuther Festspielorchester musiziert habe. Mein Leben jenseits von Bühne und Graben Spielen mit meinen Enkeln und Wandern mit meiner Frau und Freunden.

Podlesniy, Artur

Artur Podlesniy wurde 1980 in Kharkiv/Ukraine geboren. Er studierte an der Russischen Gnessin Musikakademie in Moskau sowie an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf (bei Rosa Fain) und schloss sein Studium 2006 mit Auszeichnung ab. Artur Podlesniy ist Preisträger verschiedener Violin- und Kammermusikwettbewerbe, darunter der Vladigerov Violinwettbewerb Shumen/Bulgarien sowie der Schostakowitsch-Wettbewerb Moskau. Außerdem erhielt er einen DAAD-Preis. Regelmäßig tritt er als Solist und Kammermusiker in seiner Heimat Ukraine und weiteren europäischen Ländern auf. Artur Podlesniy ist festes Mitglied des HABA Quartetts in Frankfurt am Main. Seine Laufbahn als Orchestermusiker begann er 2002 als Praktikant bei den Düsseldorfer Symphonikern. 2003 spielte er in der Orchesterakademie des Aalto-Theaters bei den Essener Philharmonikern und wurde später festes Mitglied dieses Orchesters. Im Jahr 2008 wurde Artur Podlesniy Mitglied des hr-Sinfonieorchesters in der Gruppe der 1. Violinen. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist er Stellvertretender Erster Konzertmeister des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Persönliches Mein musikalisches Engagement außerhalb des Orchesterdaseins... Meine Leidenschaft ist die Kammermusik! Mein Leben jenseits von Bühne und Graben Tennis und alle möglichen Reisen, egal ob beruflich oder privat. Meine Homepage www.habaquartett.de  

Kalbhenn-Rzepka, Gesine

Gesine Kalbhenn-Rzepka bekam mit fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht und spielte bald in verschiedenen Ensembles. Sie studierte in Dresden bei Prof. Heinz Rudolf, erhielt ihr Diplom mit Auszeichnung und wechselte in die Meisterklasse zu Prof. Thomas Brandis nach Berlin. Dort wurde sie dessen Assistentin und absolvierte ihr Konzertexamen. Ein Kammermusikstudium beim Alban Berg Quartett rundete ihre Ausbildung ab. Während ihrer Zeit als Konzertmeisterin des EUYO und als Substitutin der Staatskapelle Dresden war für sie die Zusammenarbeit u.a. mit Sir Colin Davis, Carlo Maria Giulini und Bernhard Haitink von besonderer Bedeutung. 2000 trat Gesine Kalbhenn-Rzepka ihre erste Stelle als Stellvertretende Konzertmeisterin am Staatstheater Darmstadt an und hat seit 2005 die gleiche Position im Frankfurter Opern- und Museumsorchester inne. Das Beaux Arts Trio lud sie als Kammermusikpartnerin zu Konzerten ein. Sie ist sowohl als Solistin als auch als Gastkonzertmeisterin mit der Barockgeige und der modernen Geige gefragt, z.B. beim Balthasar-Neumann-Ensemble unter Thomas Hengelbrock, bei der Staatsoper Berlin, den Münchner Philharmonikern und beim WDR Sinfonieorchester. Persönliches Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe... Wir können mit Musik Menschen berühren und erfüllen. Ein prägendes musikalisches Erlebnis... Die Aufführung der Johannes-Passion von J.S.Bach, die ich als Achtjährige in meiner Heimatstadt Herborn mitsingen durfte Das spiele ich gerne... Streichquartett und Ligretto

Ivanov, Dimiter

Seit 2008 ist Dimiter Ivanov Erster Konzertmeister im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. 2005 bis 2008 hatte er diese Position im Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari auf Sardinien/Italien inne. Mit acht Jahren begann er das Geigenspiel und erhielt Unterricht von Georgi Tilev in Würzburg. Später studierte er bei Grigori Zhislin (Würzburg), Miriam Fried (Bloomington/USA) und Ulf Wallin (Berlin). Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie der Deutschen Stiftung Musikleben und ging bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben als Preisträger hervor. Solistisch trat er u.a. mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester, dem Radio-Sinfonieorchester Krakau, dem Philharmonischen Orchester Würzburg, dem Orchestra del Teatro Lirico di Cagliari, dem Sofia Philharmonic Orchestra und der Philharmonie Südwestfalen auf. Als Dozent für Violine unterrichtete er von 2010 bis 2014 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Dimiter Ivanov hat 2015 das Limes-Trio mitbegründet und tritt regelmäßig im Rahmen zahlreicher Musikfestivals auf. Persönliches Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe... ...ist die Vielseitigkeit des Repertoires an der Oper. Jeden Abend passiert dadurch Unvorhersehbares auf der Bühne oder im Orchester. Dies erfordert schnelle Reaktionsfähigkeit und Kreativität. Jederzeit muß dem Geschehen neue Sinnhaftigkeit verliehen werden. Das hält wach und hat etwas sehr Spielerisches. Ein prägendes musikalisches Ereignis... ...war für mich zu Studienzeiten eine Aufführung der Zauberflöte von Mozart am Mainfrankentheater Würzburg. Ich durfte als Konzertmeister spielen, Diana Damrau sang die „Königin der Nacht“ und Christian Gerhaher den „Papageno“. Ich dachte: „Oper kann aber Spaß machen! Und das ist erst Würzburg!“ Rückblickend war es natürlich eine einmalige Sängerbesetzung gewesen mit den beiden, die in Würzburg gerade ihre ersten Karriereschritte machten. Nunmehr kann man sie an den besten Opernhäusern der Welt erleben. Meine Inspirationsquellen... ...sind vor allem die großartigen Kompositionen selbst. Doch das Wunderbare am Musikerdasein ist, dass wirklich alles, was einem im Leben begegnet, seien es Kunst, Menschen, Natur, Literatur, sofort Eingang findet in das musikalische Ausdrucksrepertoire und sich so im Spiel manifestieren kann, wenn man seine Antennen dafür offenhält.            

de Haas, Ingo

Die Stadt Frankfurt am  Main war für Ingo de Haas schon seit seinem zehnten Lebensjahr ein wichtiger Ort: Hier wurde er von dem bedeutenden Violinpädagogen Karl-Albrecht Herrmann als dessen jüngster Schüler unterrichtet. Später setzte er seine Studien in der Solistenklasse von Ulf Hoelscher in Karlsruhe fort und schloss sein Studium dort mit Auszeichnung ab. Er war Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung, erhielt den Förderpreis der Europäischen Wirtschaft sowie ein Auslandsstipendium des DAAD für ein Studienjahr in London. Mit 25 Jahren bekam er die Stelle eines Ersten Konzertmeisters am Staatstheater Darmstadt und wechselte 1999 in gleicher Position zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt gibt er seine beruflichen Erfahrungen an den geigerischen Nachwuchs weiter. Solistisch konzertiert er mit zahlreichen Orchestern, wobei er im Rahmen der Museumskonzerte in der Alten Oper Frankfurt die Violinkonzerte von Alban Berg und Antonín Dvořák interpretierte. Sein breitgefächertes Repertoire umfasst auch seltener zu hörende Violinkonzerte wie etwa die von Erich Wolfgang Korngold, Igor Strawinsky und Philip Glass. Als Erster Geiger des Hindemith-Quartetts widmet er sich einer weiteren großen Leidenschaft, der Kammermusik.

Persönliches

Warum ich meinen Beruf liebe Die traumhaft schöne Musik, szenisch umgesetzt in einer spannenden Inszenierung, lässt ein monumentales Kunstwerk entstehen, das nur durch das perfekte Zusammenwirken vieler Menschen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen entstehen kann. Das fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Ein prägendes musikalisches Erlebnis Wir hatten zu Hause eine Schallplatte mit Beethovens Violinkonzert, gespielt von Wolfgang Schneiderhan. Diese Aufnahme ist schuld daran, dass ich unbedingt Geige lernen wollte. Mein Lebensmotto In der Ruhe liegt die Kraft!