Kontrabass

Rafael Kufer

Hommel, Jean

Der luxemburgische Kontrabassist Jean Hommel musizierte während seiner Jugend in vielen Bands von Jazz bis Punk. Nach dem Abitur studierte er Jazz-E-Bass in Amsterdam, wo es ihn durch prägende Konzerterlebnisse dann aber quasi über Nacht in die Klassik und zum Kontrabass zog. Er begann ein Bachelorstudium bei Carol Harte in Maastricht, welches er bei Prof. Božo Paradžik in Freiburg fortsetzen und 2013 abschließen sollte. Kurz danach wurde er in die Akademie der Bayerischen Staatsoper aufgenommen und spielte später als Solist das Divertimento Concertante von Nino Rota mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Im Dezember 2016, gewann Jean Hommel das Probespiel für die Aufnahme ins Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Neben dem Opern- und Konzertdienst in seinem Orchester, spielt Jean Hommel auch in anderen großen Ensembles wie den Münchner Philharmonikern, dem BR-Symphonieorchester, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Ensemble Modern oder dem Bayerischen Staatsorchester, sowie mit seiner Band The Disliked, für die er auch kompositorisch tätig ist. 2021 absolvierte Jean Hommel einen Master am Kontrabass mit Schwerpunkt Vermittlung bei Prof. Rick Stotijn in Düsseldorf. Persönliches Meine Inspirationsquelle(n) Schlaf, zwischenmenschliche Begegnungen und die Weite der Natur Mein Lebensmotto Versuche immer, neugierig, offen und empathisch zu bleiben! Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe Mit anderen Menschen gemeinsam magische Momente gestalten

Enger, Philipp

Philipp Enger wurde 1980 in Dresden geboren. Sein früher Wunsch Violine zu spielen wurde von seinen Eltern, die selbst in ihrer Freizeit musizierten, unterstützt. Dementsprechend förderten sie seine musikalische Ausbildung. Nach dem Besuch der Kinderklasse von Prof. Straumer an der Musikhochschule Carl Maria von Weber Dresden wurde er ab der fünften Klasse in die dazugehörige Spezialschule für Musik aufgenommen. 1997 entschied sich Philipp Enger für den Kontrabass als erstes Instrument, studierte ab 2001 bei Prof. Werner Zeibig, Solokontrabassist in der Staatskapelle Dresden, an der Hochschule Carl Maria von Weber Dresden und erhielt das Diplom. Ein Studium mit Konzertexamen in Detmold bei Prof. Andreas Wylezol, ebenfalls Solokontrabassist in der Staatskapelle Dresden, rundete seine Ausbildung ab. 2007 erhielt Philipp Enger einen Zeitvertrag bei den Hamburger Philharmonikern. Seit 2008 ist er Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Persönliches Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe... ... jede Vorstellung/jedes Konzert, obwohl vielleicht schon mehrfach gespielt, ist anders und besonders. Prägende musikalische Begegnungen... ...waren die zahlreichen Jugendorchester, besonders die internationalen, bei denen sich mir zeigte, wie sehr Musik verbindet und wie viel Spaß das gemeinsame Musizieren bringt. Mein Leben jenseits von Bühne und Graben... ...gehört meiner Familie mit meinen beiden wunderbaren Kindern.

Kuckuk, Matthias

Weil im Schulorchester ein Kontrabass fehlte, entschied sich Matthias Kuckuk ‒ geboren in Hannover ‒ im Alter von 14 Jahren, neben seinem Engagement in der Schulband als Bassgitarrist auch Kontrabass zu lernen. Nach einem Jahr als Schüler bei Alwin Meynecke wechselte er zum damaligen Solokontrabassisten der Oper Hannover, Hans-Günther Heinrichs. Sein Weg als Kontrabassist führte ihn u.a. über das Landesjugendorchester Niedersachsen und das Bundesjugendorchester bis hin zur Jungen Deutschen Philharmonie. Im Oktober 1982 begann er sein Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Paul Rainer Zepperitz, Solokontrabassist bei den Berliner Philharmonikern. Nach seiner Zeit als Substitut in der Deutschen Oper Berlin (1988 bis 1989) wurde für ihn klar, dass er seine musikalische Zukunft als Kontrabassist in einem Opernorchester ausüben will. Seit August 1990 ist er Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, wo er viele Jahre im Orchestervorstand tätig war. Seit 2004 ist Matthias Kuckuk Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters. Persönliches Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe Zusammen mit anderen Musikern fantastische und berührende Momente erschaffen. Ein prägendes musikalisches Werk Die Frau ohne Schatten (Richard Strauss). Das spiele ich gerne Werke von Richard Strauss, Richard Wagner und Hänsel und Gretel - und für den Rest ist hier nicht genug Platz…

Goltz, Ulrich

Josiger, Peter

1986 im damaligen Karl-Marx-Stadt geboren, studierte Peter Josiger zunächst Violine und Violoncello (als Jungstudent). Erst im Alter von 19 Jahren wechselte er zum Kontrabass. Seine Studien absolvierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Stephan Petzold (Solobassist des Konzerthausorchesters) sowie bei Janne Saksala (Solobassist der Berliner Philharmoniker) und später an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Prof. Alois Posch (Solobassist der Wiener Philharmoniker). 2011 kam Peter Josiger nach Frankfurt, um an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sein Diplom bei Prof. Christoph Schmidt abzulegen. Im selben Jahr wurde er Vorspieler der Kontrabässe des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Vielfältige Orchestererfahrungen hatte er davor bereits an der Deutschen Oper Berlin, der Wiener Staatsoper sowie bei den Wiener Philharmonikern gesammelt. In seiner Jugend war Peter Josiger fünf Jahre Mitglied der Deutschen Streicherphilharmonie (zuerst als Cellist, danach dann als Kontrabassist), wo er die wichtigsten Grundlagen des Orchesterspiels erlernte. Später wurde er Mitglied im European Union Youth Orchestra. Neben der Musik setzt er sich für zukünftige Generationen ein: seit 2015 durch die Gründung der Orchesterakademie und mittlerweile auch als Klimagerechtigkeits- und Mobilitätsaktivist für eine lebenswerte Zukunft aller. Peter Josiger schätzt an der Frankfurter Oper die musikalische Abwechslung: Er liebt die Opernprojekte auf historischen Instrumenten ebenso wie gewaltige Strauss-Opern und spannende zeitgenössische Werke.

Matros-Büsing, Hedwig

Als 14-Jährige war Hedwig Matros-Büsing begeistert von dem großen Instrument da hinten im Schulorchester. Sie erkannte das Wesen des Kontrabasses ‒ kraftvoll, lyrisch, substanziell, unentbehrlich ‒ und erlernte das Instrument. Und der Unterricht trug Früchte. Mitwirkung in Landes- und Bundesjugendorchestern erweckten den Wunsch, Musik in allen Facetten auszuleuchten und Berufsmusikerin zu werden. Das Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main (im Hauptfach bei Prof. Günter Klaus) bereitet sie darauf vor. Die Festanstellung im Frankfurter Opern- und Museumsorchester folgte 1989. Kammermusik mit dem Mutare Ensemble und mit Kolleg*innen aus dem eigenen Orchester, Konzerte und Aufnahmen mit dem Frankfurter Kontrabassquartett, Unterricht mit »Kleinen« und »Großen« sowie ihre Tätigkeit als Dozentin bei Jugendorchestern komplettierten ihre Laufbahn. Sie ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und taucht gerne in den Klang der Alten Musik ein. Persönliches Mein Motto »Es lebe die Kunst und die Gemeinschaft!«

Suys, Bruno

Bruno Suys stammt aus Gent/Belgien und ist seit 1991 Erster Solo-Kontrabassist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Außerdem ist er Spezialist für das Spiel auf der Singenden Säge. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Holzbearbeitung, Segeln und Computerprogrammen (IT).