Klarinette / Fagott

André Rocha

Der Fagottist André Rocha wurde 1997 in Viana do Castelo, Portugal, geboren und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 6 Jahren. 2009 nahm er sein Fagottstudium bei seinem Mentor Pedro Silva an der Künstlerischen Berufsschule Alto Minho auf und führte diese im Bachelorstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Porto weiter. Anschließend setzte er seine Studien in der Schweiz fort, wo er bei Carlo Colombo an der Haute École de Musique de Lausanne studierte. Zudem nahm er an zahlreichen Meisterkursen teil und wurde in seiner Laufbahn dabei von Fagottgrößen wie Giorgio Mandolesi und Marco Postinghel, beeinflusst. Der junge Portugiese gewann zahlreiche Preise in Portugal, so zuletzt 2021 den dritten Platz beim RTP Prémio Jovens Músicos. Er war Teil der Hermann Levi Akademie des Bayerischen Staatsorchesters, Mitglied des Schleswig-Holstein Festival Orchesters sowie des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters. Darüber hinaus arbeitete er mit verschiedenen Orchestern, wie dem Orchestre de Chambre de Lausanne, der Sinfonieta de Lausanne und dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música, zusammen. Seit 2022 ist André Rocha Solofagottist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters.   10/2022

Henrike Kirsch

Bereits als Schülerin widmete sich Henrike Kirsch dem Fagottspiel und erhielt mehrfach Auszeichnungen des Wettbewerbs Jugend musiziert in Solo- und Kammermusikkategorien auf Bundesebene. Zudem wurde sie mit Preisen der Hamburger Symphoniker und des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg sowie dem Trübger-Klassik-Preis ausgezeichnet. 2019 trat die junge Hamburgerin als Solistin mit der Hamburger Camerata in der Elbphilharmonie auf und begann ihr Studium an der Hochschule für Musik Detmold bei Tobias Pelkner im Fach Fagott, sowie Kontrafagott bei Stephan Krings und Gernot Friedrich. Während ihres Bachelorstudiums sammelte sie erste Erfahrungen im Orchesterspiel bei der Jungen Norddeutschen Philharmonie, der Jungen Deutschen Philharmonie und im Detmolder Kammerorchester. Henrike Kirsch war in diesem Jahr Akademistin der Paul-Hindemith-Orchesterakademie des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und wurde Mitglied des European Union Youth Orchestra. Sie spielt seit Oktober 2022 Zweites Fagott (mit Kontrafagott) im Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Beer, Eberhard

Geboren in Lahr/Schwarzwald, erhielt Eberhard Beer 1975 seinen ersten Fagott-Unterricht an der Jugendmusikschule Neu-Isenburg. 1977 bis 1985 wurde er am Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt ausgebildet, wo seine Lehrer Horst Winter und Karl Ventulett waren. Eberhard Beer war 1983 bis 1986 Mitglied des Landesjugendorchesters Hessen und spielte 1985 im Stabsmusikkorps der Bundeswehr. Seine Fagott- und Kontrafagott-Studien absolvierte er 1986 bis 1988 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Seit 1988 ist Eberhard Beer Fagottist und Kontrafagottist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. 1997 wirkte er bei den Bayreuther Festspielen mit. Persönliches Ein prägendes musikalisches Erlebnis Erste Arbeitsphase im Landesjugendorchester Hessen: erstmals zu erleben, wie ein musikalisches Werk in gemeinschaftlichem Musizieren einstudiert wird mit abschließendem Konzert. Das höre ich gerne Klaviermusik Mein Leben jenseits von Bühne und Graben Wandern, Radfahren, Basteln, Elektronik

Morschel, Richard

Richard Morschel wurde in Johannesburg/Südafrika geboren. Da seine Eltern beide Orchestermusiker waren, kam er bereits in seiner Kindheit mit der klassischen Musik in Berührung. Er interessierte sich vor allem für das Fagott und erhielt bei seinem Vater den ersten Unterricht. 1987 begann Richard Morschel sein Studium an der Hochschule für Musik in Freiburg bei Prof. Karl-Otto Hartmann und studierte dort, bis er 1991 als Stellvertretender Solofagottist im Frankfurter Opern- und Museumsorchester angestellt wurde. Seine besondere Vorliebe gilt der Kammermusik: Richard Morschel trat in verschiedenen Ensembles auf, mit denen er weltweit gastierte. Neben seiner Konzerttätigkeit in bedeutenden Konzertsälen wie der Royal Albert Hall und dem Concertgebouw, wirkte er bei mehreren Aufnahmen mit dem SWF sowie dem BR Sinfonieorchester mit und produzierte CDs mit dem Hindemith Quintett und dem Pleyel Trio. Ein Soloauftritt mit William Bennett in Freiburg gehört zu seinen prägenden musikalischen Erlebnissen. Richard Morschel ist seit fast 30 Jahren Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Er hat zwei Söhne, die Musik lieben, und ist ein stolzer Großvater. Sein Lebensmotto: »Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest, und sei immer dankbar.« Richard Morschel ist als leitender Pastor einer internationalen freien evangelischen Kirche (Kingdom Life Frankfurt) tätig.

Höfer, Matthias

Matthias Höfer stammt aus Herten/Westfalen. Er studierte in Essen, Hannover und Basel. Bevor er 2000 Bassklarinettist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters wurde, durfte er Berufserfahrung in den Orchestern von Hildesheim, Darmstadt, Köln und Hagen sammeln. Neben seiner Liebe zur Kammermusik, welche er in verschiedenen Formationen auslebt, schlägt sein Herz für die Musik Richard Wagners: Matthias Höfer verbringt seit 2009 mit großer Begeisterung seine Sommerferien im mystischen Abgrund des Bayreuther Festspielhauses.

Kronthaler, Stephan

Der aus Traben-Trarbach stammende Klarinettist Stephan Kronthaler begann seine musikalische Ausbildung mit acht Jahren. Neben der Klarinette erhielt er auch Orgel-, Violinen- und Klavierunterricht. Nach Studien in Weimar bei Karl-Heinz Steffens, in Köln bei Ralph Manno, in Berlin bei François Benda und Mannheim bei Wolfhard Pencz wurde er in die Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks als Stipendiat aufgenommen. Anschließend führte ihn sein Weg über die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zur Festanstellung beim Kölner Gürzenich-Orchester und schließlich 2012 zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Neben seinem Festengagement in Frankfurt tritt Stephan Kronthaler immer wieder als Solist und Kammermusiker in anderen bedeutenden Orchestern in Erscheinung. Seine zweite Leidenschaft ist der Instrumentenbau. Als Adoptivsohn von Johanna und Otto Kronthaler bringt er sich tatkräftig in der elterlichen Klarinetten-Manufaktur ein. Seit 2020 unterrichtet er vertretungsweise am Conservatoire du Nord in Ettelbruck/Luxemburg.

Schneider, Diemut

Mit musizierenden Geschwistern aufgewachsen, begann Diemut Schneider im Alter von neun Jahren Klarinette zu lernen. Ganz besonders prägend waren für sie ihre Erfahrungen in Jugendorchestern. Das Erlebnis, mitten in einem wunderbaren Klangkörper zu sitzen, miteinander zu musizieren und sich dadurch mit Gleichaltrigen emotional zutiefst verbunden zu fühlen, machte Diemut Schneider ihren Berufswunsch klar: Sie wollte Orchestermusikerin werden. Es folgten ihr Studium bei Prof. Hans Deinzer und Prof. Peter Löffler, die Mitgliedschaft in der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Europäischen Jugendorchester EUYO, Stipendien der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie der Märkischen Kulturkonferenz. Ihr damaliges Bläserquintett, das Albert-Schweitzer-Quintett, wurde Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und des Deutschen Musikwettbewerbs. Seit 1989 ist sie stellvertretende Soloklarinettistin im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Persönliches Das spiele ich gerne Die zweite Symphonie von Johannes Brahms, mein erstes, im Jugendorchester musiziertes symphonisches Werk, trägt für mich wie kein anderes meine Begeisterung für die Tiefe und Schönheit der Musik und ihre emotional verbindende Kraft in sich.

Dresel, Claudia

Claudia Dresel studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Prof. Johannes Peitz und an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Prof. Martin Spangenberg. Außerdem erhielt sie Privatunterricht bei Til Renner, dem Soloklarinettisten der NDR Radiophilharmonie Hannover. Seit Februar 2015 ist Claudia Dresel Soloklarinettistin des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. In gleicher Funktion spielte sie bereits bei den Duisburger Philharmonikern, dem Staatsorchester Stuttgart, dem hr-Sinfonieorchester und der Staatskapelle Dresden. Außerdem konzertiert sie sowohl als Kammermusikerin als auch als Solistin mit verschiedenen Ensembles und Orchestern.   Persönliches Ein Grund warum ich meinen Beruf liebe ich höre sehr oft, richtig gute Musik und genieße wunderbare Stimmen! Ein prägendes musikalisches Erlebnis Als ich mit 16 Jahren mit dem Bayerischen Landesjugendorchester für die getöteten Kinder im Konzentrationslager Theresienstadt Mahlers Kindertotenlieder und das Adagietto aus Mahlers 5. Sinfonie für die verbliebenen Angehörigen spielen durfte. Danach durfte jeder Musiker einem Angehörigen eine Rose überreichen. Mein Leben jenseits von Bühne und Graben Ich verbringe sehr gerne Zeit mit lieben Menschen und bereichernden Gesprächen, an schönen Orten, mit gutem Essen ;-), als Kammermusikerin wie auch als Solistin mit verschiedenen Ensembles und Orchestern.

Bischof, Jens

Jens Bischof stammt aus Gelsenkirchen und erhielt an der dortigen Musikschule seinen ersten Klarinettenunterricht. Sein Studium führte ihn an die Hochschule für Musik Detmold zu Prof. Klaus. Als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie sowie der Orchesterakademie München sammelte er wichtige Erfahrungen für sein späteres Engagement im Frankfurter Opern- und Museumsorchester, dem er seit 2001 als Soloklarinettist angehört. Seitdem spielte er als Gast in verschiedenen deutschen Orchestern, wie etwa dem Bayerischen Staatsorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem WDR Sinfonieorchester. Persönliches Ein Grund, weshalb ich meinen Beruf liebe Aus Liebe zum Orchesterklang; ich freue mich, ein Teil davon sein zu können. Das lese ich gerne Den „Corriere della Sera“ Eine prägende musikalische Begegnung Die ersten Orchestererfahrungen im “Studio-Orchester Duisburg mit meinem damaligen Lehrer, die mir gezeigt haben, welchen Beruf ich einmal ergreifen möchte.